Grenze

Eine Grenze 

Jahre und jahrzehntelang waren es Schritte, die ich täglich ging ohne mir bewusst zu sein, was ich wirklich tu. 

Sie nannten es eine Grenze, ein Land ist von einem anderen getrennt 

Ein Land heißt anders als das andere 

In einem Land gibt es andere Dinge als im anderen 

In dem einen darf ich die die ich im anderen nicht darf. 

Wer sagt mir wo diese erdachte Linie eigentlich ist und warum ist diese vorhanden? 

Gedanken um diese Schritte habe ich mir nie gemacht, es war Alltag. 

Ich bin sie einfach gegangen, weil alles es getan haben. 

Ich bin aber nicht alle und möchte mich von dem Gedanken lösen, das zu tun was schon immer alle getan haben. 

Ich darf meinen eigenen Weg gehen, ich darf eine Grenze übertreten auch wenn ich es immer wieder getan habe und nicht wirklich wahrgenommen habe. 

Doch diese, die ich jetzt übertrete, ist eine Grenze, die mein Leben verändert. 

Ich trete nicht nur ein paar Meter über eine von Menschen erzeugte erdachte Linie, nein, dieses ist etwas anderes, ich löse mich mehr und mehr von meinem alten Leben um den Schritt in meine Zukunft zu wagen, die Zukunft, die ich jetzt gehen werde, in ein Leben in Freiheit. 

Gleichzeitig löse ich mich auch von dem Gepäck, was ich bis hier her getragen habe und was mir dienlich war auf meinem Weg. Jetzt hat es ausgedient und ich darf es lösen, so dass ich meine Hände öffnen kann für das, was kommen wird. 

Ich halte meine Augen auf und öffne alle meine Sinne um mir den Weg in das neue Leben zu bahnen. 

‚Frei sein’ ist nicht einfach nur ein von mir erdachter Spruch, es ist ein neues Lebensgefühl.  Noch spüre ich die Kletten und Verbindungen, doch sehe wie ich täglich mich mehr und mehr von Ihnen löse. 

Dankbar diese Schritte in Leichtigkeit gehen zu dürfen 

Dankbar meine Flügel ausbreiten zu dürfen und können 

Dankbar die Sinne zu spitzen um mehr und mehr aufzunehmen. 

Dankbar Liebe überall dorthin zu verbreiten wo sie von Nöten ist. 

Dankbar für die Begegnungen, die diese Momente ermöglicht haben. 

Dankbar für mich selbst und den Mut, mich immer wieder selbst zu finden.