Im dunklen

Ich kenne mich im Dunklen aus, wage mich mit geschlossen Augen durch den Bahn der Dunkelheit zu gehen. 

Hier im Dunkeln sind die Gefühle versteckt, die Gefühle nicht sichtbar, ich verstecke sie. 

Ich möchte die Stellen meines Körpers, die zerrissen sind, nicht sehen, mein Herz rausgerissen, es blutet

Ich möchte es nicht mehr sehen. Ich kann es in der Dunkelheit nicht sehen. 

Mir wurde beigebracht sie zu verstecken und mich für sie zu schämen. 

Lauf vor ihnen weg, wurde mir gesagt, lauf weg dann sind sie weg und kommen nicht wieder. 

So wie du bist, kann dich keiner lieben. 

Pass dich an, sei wie die anderen und nicht so bunt wie du bist. Sei wie jeder. 

Aber das bin nicht ich, ich bin ich. Und weiß ganz genau, dass es richtig ist einfach mal das zu tun was ich tun möchte, mich zu lieben, meinen Gefühlen und Emotionen nach zu gehen, sie raus zu lassen. Wild sein, skurril und bunt, einfach ich. 

Es gibt keinen Grund mich zu verstecken, mich zu verändern, meine Gefühle zu unterdrücken oder meine Tränen nicht mehr fließen zu lassen. 

Ich weiß hier gibt es einen Ort für mich, für all diejenigen, die anders ticken, denken, aussehen, sprechen, für alle die aus der Reihe tanzen, Tanz noch mehr, noch wilder, noch freier und unterdrücke dich nicht nur weil andere es von dir verlangen. 

Ich habe gelernt, die Worte die einen verletzen nicht mehr an mich ranzulassen sondern sie dankbar zurück zu blenden. 

Ich weiß dass ich Kraft habe, Kraft benötige und Mut habe, zu mir selbst zu stehe aber warum auch nicht ? Ich weiß dass ich es kann und tu und werde durch jeden, der mich runter ziehen möchte, an meine Wunden erinnert, wie schön sage ich nun, denn ich kann erkennen an was ich noch arbeiten kann, und wie stark ich daraus werde. 

Denn ich hab’s in mir, auch wenn nicht sichtbar, nicht jetzt, habe aber die Wahl mich für mich selbst und mein tun zu entscheiden 

Ich habe keine Angst mehr gesehen zu werden, wovor auch, denn ich bin doch ich und darf mir selbst treu bleiben. 


Björn Ganapati Mahili